Benny Gleeson
Malerei · Illustration · Linolschnitt · Wandmalerei · Skulptur
* 1951, England · lebt in Dornbirn / Alentejo (PT)
Benny Gleeson, 1951 in England geboren, lebt und arbeitet zwischen Dornbirn und dem Alentejo. Sein Werk bewegt sich zwischen Malerei, Linolschnitt, Wandmalerei und skulpturalen Arbeiten — und verhandelt immer wieder die Zufälligkeit von Herkunft und die Verantwortung, die daraus erwächst.
Bevor Gleeson zur bildenden Kunst fand, prägte ihn die Musik: Ausbildung an der Swiss Jazz School in Bern (1972–1977), 1976 gemeinsam mit Rolf Aberer Mitgründer des Jazzseminars an der Musikschule Dornbirn, über Jahrzehnte als Schlagzeuger und Lehrer tätig. Zwischen 1983 und 1989 lebte er mit seiner Familie in Wien, studierte Soziologie und Politikwissenschaft im zweiten Bildungsweg — und entdeckte in Galerien seinen Blick für das Visuelle. Auf einem Grundstück im portugiesischen Alentejo begann er Jahre später mit Stein zu arbeiten; daraus entstand ein skulpturales Werk, das Material, Elektronik und Knocheneinlagen zur Metapher für das hybride Menschsein verbindet — zuerst 2016 unter dem Titel As PEDRAS do MONTE ZAMBUJEIRO gezeigt. Dazu kommen Thermogravuren auf Acrylglas, begehbare Klangskulpturen wie Pentaphonolith und Objekte aus umgearbeiteten Werkzeugen, zuletzt 2019 im Schmiedemuseum Röthis unter dem Titel In malleo veritas.
Gleeson ist Gründer und Sprecher der Fördervereinigung OffenArt — 2021 gemeinsam mit Evelyne Fricker, Georg Vith und Bettina Bohne ins Leben gerufen — und einer der tragenden Köpfe des Krafthauses. Er verbindet damit zwei Vorarlberger Initiativen, die das zeitgenössische Kunstschaffen in Dornbirn sichtbar machen. 2021 initiierte er mit Bettina Bohne zudem die KunstVitrine an der Magistrale in Hatlerdorf, eine monatlich bespielte Schaufenster-Galerie an der Hatlerstraße.
Im Krafthaus war er bei der Eröffnungsausstellung Schieflage (2023) beteiligt und zeigte in Zwischen Mythos und Moderne (2024) stilisierte Selbstporträts, die Fragen nach Geburtsort, Hautfarbe und der schicksalhaften Zufälligkeit des Ankommens aufwarfen.